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Postoperative Hornhautverdünnung (Keratektasie) als Nebenwirkung des Augenlaserns

am 25. Juli 2012

Eine Augenlaserbehandlung kann nicht nur positive Folgen mit sich ziehen! Das ist nichts Neues. Dennoch werden im Zuge der Aufklärungen durch die Ärzte im Vorfeld eines Eingriffs nicht immer alle möglichen Nebenwirkungen im Detail erklärt. Vor allem dann nicht, wenn das Risiko einer bestimmten Nebenwirkung von der wissenschaftlichen Seite her als sehr gering eingeschätzt wird – wie im Falle einer Hornhautverdünnung, auch Keratektasie genannt. Sie ist eine ernst zunehmende Sache, über die sich Patienten im Klaren sein sollten, wenn sie eine LASIK-Behandlung in Betracht ziehen.

Folgen einer Hornhautverdünnung / Keratektasie

Der Vorgang einer LASIK-Behandlung sieht vor, dass eine dünne Schicht der Hornhaut aufgeschnitten und umgeklappt wird. Das darunter liegenden Gewebe wird dann mit dem Laser behandelt. Ist die zu behandelnde Hornhaut jedoch nicht dick genug, kann das fatale Folgen für den Patienten haben. Das Tückische an der Hornhautverdünnung ist die Tatsache, dass sie zunächst langsam voranschreitet und gar nicht oder nur sehr schwer zu diagnostizieren ist. Nach einer LASIK-Behandlung kann das Ergebnis zunächst sehr gut wirken und die Folgen der Keratekasie erst im Verlauf bemerkbar werden. Durch einen veränderten Augendruck wölbt sich die Hornhaut dann nach und nach leicht nach außen. Die Folge: Der Patient ist (wieder) kurzsichtig und sieht seine Umwelt verzerrt. Bei einer leichten Ausprägung der Hornhautverdünnung können die Sichtfehler mit einer Brille oder Kontaktlinsen behoben werden. Ist die Verdünnung stark ausgeprägt, hilft je nach Fall eine Stabilisierung der Hornhaut. Im extremsten Fall benötigt der Patient jedoch eine Hornhauttransplantation.

Uniklinik Heidelberg: Hornhauterkrankungen und Hornhauttransplantationen

Uniklinik Heidelberg: Hornhauterkrankungen und Hornhauttransplantationen

Besondere Vorsicht bei Laserbehandlung an bereits geschädigten Augen

Nicht immer wird die Hornhautverdünnung durch eine LASIK-Behandlung verursacht, in manchen Fällen ist sie bereits ein bestehender Defekt am Auge des Patienten. Dann ist besondere Vorsicht geboten! Denn in diesem Fall sollten die Ärzte von einer LASIK-Behandlung abraten und eine andere Methode beispielsweise LASEK oder EpiLASIK vorschlagen. Bei diesen Behandlungsmethoden wird direkt auf der Hornhaut gearbeitet, eine bereits vorhandene Hornhautverdünnung ist dann kein Problem.

Hornhautvermessung als Schutzmaßnahme

Um jedes Risiko zu vermindern, ist das A und O eine sorgfältige Voruntersuchung durch den Spezialisten. Dazu sollten Patienten im Vorfeld wissen: Ob die Hornhaut für eine LASIK-Behandlung dick genug ist, kann durch eine so genannte „Orbscan2-Untersuchung“ festgestellt werden. Mit Hilfe dieses Geräts werden sowohl Hornhautvorderfläche, als auch Rückfläche genau untersucht. Während der Untersuchung achtet der Spezialist auf die Dicke der Hornhaut und Verkrümmungen oder Wölbungen. Manche Praxen bieten als Ersatz für diese Untersuchung lediglich eine Ultraschalluntersuchung der Hornhaut an, doch diese ist nicht ausreichend. Bei der Wahl des behandelnden Spezialisten sollten Patienten also unbedingt darauf achten, dass diese Methode innerhalb der Voruntersuchung mit inbegriffen ist, um jedes zusätzliche Risiko zu vermeiden. Dennoch muss an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass auch diese Voruntersuchung keine 100 prozentige Sicherheit geben kann, dass sich im Zuge der Laser-Behandlung nicht doch noch eine Keratekasie entwickelt, obwohl die Hornhaut während der Voruntersuchung als unauffällig galt. Dennoch kann das Risiko aufgrund der Voruntersuchungs-Methode stark gesenkt werden.

Weitere Links zum Thema Hornhautverdünnung / Keratektasie und Transplantation von Augen-Hornhäuten (Keratoplastik)

Zusätzliche Informationen zum Thema Laser-Behandlung

Orbscan Untersuchung erklärt bei www.gesundheits-lexikon.com, Stichwort Orbscan

Orbscan Untersuchung erklärt bei gesundheits-lexikon.com, Stichwort Orbscan

Der genaue Ablauf der „Orbscan II-Untersuchung“ wird deteilgetreu auf www.gesundheits-lexikon.com unter dem Stichwort „Orbscan Topographie“ beschrieben.

Weitere zahlreiche Informationen bietet die „Informationsseite für individuelle Augenlaserbehandlung“: www.fehlsichtig.de Dieser Informationsdienst zeigt einen Überblick über alle Themengebiete rund um die Laser-Behandlung am Auge. Außerdem steht den Interessierten eine Hotline zur Verfügung.

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