Photorefraktive Keratektomie
Die Photorefraktive Keratektomie (PRK) ist eine noninvasive Form der refraktiven Chirurgie, bei der der Chirurg ein Excimer Lasergerät benutzt, um die Hornhaut (Kornea) des Auges neu zu formen. Dies wird erreicht durch das Entfernen von Korneaepithel, der gelartigen, äusseren Schicht der Kornea.
Ziel der PRK
Die PRK war einer der ersten Formen refraktiver Chirurgie. Sie wurde bald auch die am meisten eingesetzte Methode. Ihr Einsatz eliminierte oder reduzierte leichte bis mittelschwere Kurzsichtigkeit (Myopie), Weitsichtigkeit (Hyperopie) und Hornhautverkrümmung (Astigmatismus). Kurzsichtigkeit ist dabei die am häufigsten behandelte Indikation für diesen Eingriff. Im Falle einer erfolgreichen PRK benötigen die meisten Patienten keinerlei Brillen oder Kontaktlinsen mehr. Diejenigen, die auch nach der PRK noch auf Sehhilfen angewiesen sind, erfahren einen weitaus geringeren Grad der Sehkorrektur.
Gründe für eine Augen OP
Eine PRK kann ambulant oder auch kurzfristig stationär durchgeführt werden. Die Patienten, die den Eingriff bei sich vornehmen lassen, wollen oft aus kosmetischen Gründen auf eine Brille verzichten. Brillen und Kontaktlinsen gelten zudem als störend bei sportlichen Betätigungen. Eine Reihe von Patienten entwickelt Probleme beim Tragen von Kontaktlinsen, wie Schmerzen, die besonders häufig beim Vorliegen eines Hornhautulcus vorkommen, und trockene Augen. Feuerwehrmänner und Polizisten können beim Einsatz in die Situation geraten, dass ihre Sicht getrübt wird durch Beschlagen von Brillen oder Austrocknen von Kontaktlinsen.
Die PRK Methode
Bei einer PRK (ebenso bei LASEK) wird die Form der vorderen Hornhaut verändert, indem per Laser eine geringe Menge an Gewebe des Hornhautstroma verdampft wird, das unmittelbar unter dem Hornhautepithel liegt. Die Oberschicht wird vor der Verdampfung entfernt. Ein Computer verfolgt dabei die Positionierung des Auges zwischen 60 bis 4.000 mal pro Sekunde, um eine optimale Platzierung des Laserstrahls zu gewährleisten. Die äussere Schicht der Hornhaut (Epithel) ist weich und regeneriert sich rasch ohne an Klarheit zu verlieren. Tiefere Schichten der Hornhaut dagegen verfügen nicht über eine solch ausgezeichnete Regenerationsfähigkeit. Ein Einschnitt in diesen Bereich mit einem Hornhauthobel (Mikrokeratom), wie bei einer LASIK durchgeführt, wird nur sehr eingeschränkt verheilen. Nachteil der PRK im Gegensatz zur LASIK Methode ist, dass deutlich mehr postoperative Augenschmerzen auftreten.
Neuere Methoden mit weniger Nebenwirkungen sind mittlerweile entwickelt worden, die die Vorteile der verschiedenen älteren Vorgehensweisen in sich vereinen (siehe C-Tens).