Lasik-Ketten in Deutschland
Sieht man einmal von den Vereinigten Staaten ab, in denen Lasik & Co wohl mit am längsten und häufigsten durchgeführt wurden, so dürfte Deutschland in Europa einer der interessantesten Märkte für die moderne Augenchirurgie sein. Einerseits aufgrund der Bevölkerungszahl, andererseits aufgrund der Kaufkraft und Bereitschaft, Geld für moderne High-Tech-Medizin auszugeben, die nicht von Krankenkassen getragen wird. Und so tummeln sich die globalen Player des Augenlaserns auch in Deutschland in immer mehr Großstädten. Man nehme als Beispiel zum Beispiel Optical Express, Care Vision, Visumed und auch EuroEyes. Welche dieser Lasik-Ketten nun jeweils die größte ist, wird immer davon abhängen, welche Maßstäbe die einzelnen Anbieter anlegen. Zählt die Menge der Kliniken? Zählt die Menge der durchgeführten Lasik-OPs? Zählt die Menge aller durchgeführten Augenoperationen, d.h. zum Beispiel auch Eingriffe wie die Kataraktoperation (Grauer Star)?
Einen Vorteil haben die die Klinikketten in jedem Fall für den Fehlsichtigen, der sich für das Lasern seiner Augen interessiert: die Anbieter können auf eine lange und umfangreiche Erfahrung zurückblicken. Viele Kurzsichtige haben ein gutes Gefühl, sich einer etablierten Augenlaserklinik einer großen bekannten Augenlaserzentren-Kette lasern zu lassen, statt zu einem einzelnen Augenarzt zu gehen, der vielleicht deutlich weniger Behandlungen pro Jahr durchführt als die "High-Volume-Operateure" von EuroEyes und Co.
Auf der anderen Seite hat dieses "High Volume" natürlich den potentiellen Nachteil, dass man als Patient nur ein Objekt auf dem Fließband ist. Die großen Ketten stehen unter hohem kommerziellen Erfolgsdruck, um ihre hohen Investitionen in die jeweils neueste Technik und das beständig nötige Wachstum im Kampf um Marktanteile bzw. die Vorherrschaft auf dem deutschen Augenlasermarkt zu refinanzieren. Manch einer, der diesbezüglich Bedenken hat und sensibel ist, ist vielleicht in einer kleinen, spezialisierten Augenarztpraxis mit Augenlasererfahrung besser betreut. Auf der Kehrseite: eine kleine Augenarztpraxis ohne hohen "Patientendurchsatz" kann aber kaum die Kosten für die teuren Augenlaser-Geräte finanzieren bzw. hat aus diesem Grund vielleicht länger inzwischen veraletete Lasertechnologie im Einsatz. Hier muss der Patient abwägen, denn die Lasik-Ketten in Deutschland bieten in nahezu jedem Fall High-End State-of-the-art Technik – schon aus Prestigegründen innerhalb der Branche.