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Die “Femto”

am 1. Juni 2010

Unter dem Oberbegriff der refraktiven Chirurgie fasst man in der Medizin chirurgische Eingriffe am Oculus zusammen, die Kontaktlinsen oder eine Brille zur Korrektur der Brechkraft bei einer Fehlsichtigkeit ersetzen sollen. Die Femto ist dabei eine Laser-Operationsmethode der Augenheilkunde zur Korrektur von Sehschwächen, deren Ziel eben genau dieses Ersetzen der Sehhilfen und daher auch die Erleichterung und Vereinfachung des Lebens von Menschen mit Sehdefiziten.

Im Gegensatz zur LASIK wird bei einer FEMTO(-LASIK) der Schnitt, bei dem eine dünne Lamelle (Flap) der Hornhaut bis an einer Stelle angeschnitten wird, nicht mit einem mechanischen und von einem Computer gesteuerten Hobel ausgeführt, sondern mit einem sogenannten Femtosekundenlaser, welcher in der Lage ist enorm kurz andauernde Lichtimpulse auszusenden, welche nur einige Femtosekunden lang anhalten, durchgeführt.

Die Femto gilt als eine der modernsten Augenlasermethoden zur Korrektur von Fehlsichtigkeit

Die Femto gilt als eine der modernsten Augenlasermethoden zur Korrektur von Fehlsichtigkeit

Zur Präparation der Laserung des Auges während der Femto wird zuerst ein Fixationsring mit einem zusätzlichen Glas an die Pupille angebracht, über den in einer vorher berechneten Tiefe durch computergesteuerte Laserimpulse ein Laserschnitt erzeugen. Die Impulse des Lasers bewirken, dass winzige Gasblasen durch das Hornhautgewebe steigen und dieses dadurch in einer vorher optisch festgelegten Schnitttiefe abtrennen. Ebenfalls bei der Femto, wie auch bei einer LASIK im klassischen Sinne, wird die Sehschwäche dann durch das Schleifen der zu korrigierenden Hornhaut mit Hilfe eines Excimer-Lasers ausgeglichen. Zum Abschluss der Femto wird die vordere Lamelle der Hornhaut wieder über das Auge zurückgeklappt, so dass sie sich nach festsaugen und adhäsiv festgehalten anwachsen und das Auge somit wieder schützen und benetzen kann. Die Femto kann jedoch – im Gegensatz zur LASIK – während der Operation bei einem Fehlschnitt der Hornhautlamelle nicht abgebrochen werden. Durch das Diffundieren der im Hornhaut aufgestiegenen Blasen nach einigen Minuten gerät das vorher fehlerhaft behandelte Gewebe jedoch wieder in den Ausgangszustand zurück.

Flapschnitte, die mit einem speziellen Femto-Laser ausgeführt werden, sind allgemein exakter als diejenigen Methoden, bei welchen dieser Operationsschritt mit einem mechanischen Augenhobel durchgeführt werden. Da es bei der Korrektur von Sehschwächen im Bereich der Optikkorrektur auf Millimeterbruchteile ankommt und der Ablehnungsbereich hinsichtlich eines guten Visus signifikant enorm ist, ist dies ein äußerst großer Vorteil der FEMTO gegenüber der klassischen Lasik.

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