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Custom-Q Augenlasern erklärt

am 28. November 2012

Seit etwa 20 Jahren werden Verfahren der refraktiven Augenlaserchirurgie entwickelt, bei denen spezielle Lasergeräte zum Einsatz kommen. Unter ‚Custom-Q Augenlasern‚ versteht man eine der modernsten Methoden der Augenlaserchirurgie zur Korrektur von Sehfehlern. Bei dieser wird eine sogenannte wellenfrontgeführte LASIK nach einem individuellen, am Patienten vermessenen Ablationsprofil (Abtragsprofil) durchgeführt. Man benötigt für diese Korrekturen Spezialgeräte mit hohen technischen Standards sowie erfahrene Augenlaserchirurgen, welche die Eingriffe durchführen können. Der Nutzen ist, dass schwere Störungen bei der Sicht, wie Unschärfe, Kontrastverlust, erhöhte Blendesensibilität und Verminderung der Nachtsicht vermieden oder abgeschwächt werden können.

Refraktive Augenlaserchirurgie: Von der PRK bis zum Custom-Q Augenlasern

Die refraktive Augenlaserchirurgie befasst sich mit der Korrektur von Fehlsichtigkeiten und der Verbesserung der visuellen Qualität. Die Korrektur der Hornhaut des Auges mithilfe eines speziellen Excimerlasers führt zu einer Brechkraftveränderung der eintretenden Lichtstrahlen, welche die verbesserte Sicht bewirken kann. Viele Menschen erleben eine (zumindest zeitweise) Freiheit von Kontaktlinsen oder einer Brille. Die objektive Verbesserung der Sicht nach einer Behandlung lässt sich an den messbaren Dioptrien-Werten (Messgröße für Fehlsichtigkeiten) nachweisen.

LASIK, LASEK und PRK – moderne Verfahren der Augenlaserchirurgie

Zu den Fehlsichtigkeiten im engeren Sinn zählt man Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung. Ziel einer Augenlaserbehandlung wie LASIK, LASEK oder PRK ist es, einen minimalen Abtrag der Hornhaut vorzunehmen, um diese umzuformen. Bei Kurzsichtigkeit flacht der Laser die Hornhaut ab, bei Weitsichtigkeit wird der Hornhautrand steiler gemacht. Für eine Hornhautverkrümmung berechnet das Lasergerät ein spezielle(re)s Abtragsprofil.

Die LASIK (Laser-in-situ-Keratomileusis) ist heute das meistverwendete Verfahren, da sie durchweg gute Ergebnisse liefert. Bei der LASIK übernimmt der Excimerlaser, ein Gaslaser, der mit ultraviolettem Kaltlicht arbeitet, den Hornhautabtrag. Die LASIK wird ambulant durchgeführt, zeigt schnelle Ergebnisse und verläuft relativ schmerzlos. Der Patient erhält eine örtliche Betäubung des Auges, dann wird ein seitlicher Schnitt in die Hornhaut gesetzt. Der Schnitt reicht so weit, dass sich die entstandene Lamelle zur Seite aufklappen lässt. Da er sich in der mittleren Hornhautschicht befindet, entstehen dabei keine Schmerzen. Ist der als ‚Flap‚ bezeichnete Hornhautdeckel geöffnet, nimmt der Chirurg den Abtrag der Hornhaut mit dem Excimerlaser vor. Bei modernen Geräten dauert dies nur wenige Sekunden. Anschließend klappt man den Hornhautdeckel wieder zurück, der Schnitt verheilt in der Folge wieder. Schon nach wenigen Tagen stellt sich die Sehkraftveränderung ein.

LASEK und PRK sind etwas ältere Verfahren, die im Gegensatz zur LASIK, direkt an der Hornhautoberfläche durchgeführt werden. Dafür wird nur das Deckepithel vorübergehend entfernt und der Abtrag durch den Laser erfolgt an der äußeren Hornhaut. Es gibt anschließend eine gewisse Heilungsdauer, bis die Hornhaut wiederhergestellt ist, es können auch vorübergehend Schmerzen auftreten. Diese Verfahren kommen dann zum Einsatz, wenn ein Patient keine LASIK bekommen kann, wie etwa bei einer zu dünnen Hornhaut.

Die Grenzen von LASIK, LASEK und PRK

Die einfachen Augenlaserverfahren wie LASIK, LASEK und PRK führen in der Regel zu befriedigenden Korrekturen bei Fehlsichtigkeiten wie Kurz- und Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung. Diese werden als Fehlsichtigkeiten niederer Ordnung bezeichnet. Durch den Eingriff können sich jedoch auch anderweitige Sehfehler einstellen, diese werden als ‚Aberrationen höherer Ordnung‚ bezeichnet, sie verzerren das wahrgenommene Bild. In den meisten Fällen sind es die ‚sphärischen Aberrationen‚ die Probleme machen. Sie können hervorgerufen werden durch unscharfe Schnitte und Narben auf der Hornhaut, die als Folgen von LASIK, LASEK und PRK entstanden sind. Verletzungen der Hornhaut durch Unfälle und eine Konstitution, die Aberrationen begünstigt spielen ebenfalls eine Rolle. Entsprechende Konstitutionen, die man beobachten konnte, sind hohe Dioptrien-Werte bei der Korrektur von Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmungen, eine extrem flache Hornhaut sowie sehr große Pupillen. Wiederholungsoperationen, ein großer Abtrag durch den Excimerlaser, das trockene Auge oder der Katarakt (Grauer Star) scheinen ebenfalls das Risiko für ein Auftreten von sphärischen Aberrationen zu erhöhen.

Sphärische Aberrationen – erhöhte Blendungswirkungen

Patienten, die sphärische Aberrationen aufweisen, erleben einen Mangel an Tiefenschärfe und Kontrastverluste bei der Sicht. Prägnant sind die erhöhten Blendeempfindlichkeiten bei Dämmerung und Dunkelheit und die verzerrte Sicht beim nächtlichen Autofahren. Patienten nehmen blendende Lichtringe um Lichtquellen wahr, die man als Halos bezeichnet. Ähnliche Erscheinungen, wie Schleiersehen (Haze), Doppelbilder (Ghosting), sternförmige Lichtausstrahlungen (Starbursts) oder verwischte Sicht (Glare) werden ebenfalls bemerkt. Diese Sehstörungen können für Patienten mit sehr großen Einschränkungen verbunden sein, insbesondere wenn die Ausübung der Berufstätigkeit dadurch gefährdet ist. Deswegen wurde in der Augenlaserchirurgie weiter geforscht, um neuere Verfahren zu entwickeln.


VIDEO: Custom Cornea – ein anderer Begriff für Custom-Q Augenlasern, Wavefront-Lasik oder das Wellenfront-geführte Lasern der Augen – www.youtube.com/watch?v=0C93w5SfWb0

Optimierte LASIK-Verfahren

Es gibt inzwischen viele Ansätze, welche die Ergebnisse der LASIK weiter verbessern können. Bei der Femto-LASIK wird der Lamellenschnitt statt mit dem Mikrokeratom mit einem weiteren Laser, dem Femtosekundenlaser durchgeführt. Dadurch wird der Schnitt feiner und exakter, der Flap ist kleiner und dünner. Im Ergebnis treten weniger Aberrationen höherer Ordnung nach der Femto-LASIK auf. Andere Verfahren, wie die ILASIK erzielen ähnliche Ergebnisse. Der Durchbruch der jüngsten LASIK Verfahren ist die Entwicklung der Wellenfronttechnologie. Bei dieser Technologie kommt ein Messgerät, das sogenannte ‚Aberrometer‚ zum Einsatz. Das Aberrometer ist in der Lage, die Form und Beschaffenheit des Auges wie einen Fingerabdruck zu vermessen und abzubilden. Sämtliche Fehlsichtigkeiten niederer Ordnung und sphärischen Aberrationen höherer Ordnung werden dabei erfasst. Mit den Messergebnissen kann ein spezielles Lasergerät das individuelle Abtragsprofil für jedes Auge berechnen, welches im Ergebnis erheblich genauer ist, als das allgemein berechnete Profil. Für die allgemeine Ermittlung des Hornhautabtrags werden keine individuellen Profile hergestellt, sondern nur pauschale Korrekturwerte anhand der Dioptrien-Werte zugrunde gelegt.

Wellenfrontgeführte LASIK

Die wellenfrontgeführte LASIK zeichnet sich also durch geringe Nebenwirkungen und wenige Folgesymptome aus. Um diesen Nutzen zu erhalten, wird mit technologisch erstklassigen Lasergeräten gearbeitet. In diesem Zusammenhang nennt man oft das Hightechgerät von WaveLight, den Allegretto Wave Excimer-Laser 400 Hz eye-Q aus dem Jahr 2004. Inzwischen gibt es schon ein Folgegerät, den WaveLight EX 500 mit 500Hz Leistung von 2010. Bei der aberrationsgesteuerten LASIK ist der Hornhautbereich, der korrigiert wird insgesamt größer. Dadurch werden insbesondere Lichtblendungen bei geweiteter Pupille, also in der Dämmerung oder in der Nacht, vermindert.

Custom-Q LASIK

Der Name Custom-Q wird in der Literatur in unterschiedlichem Sinn verwendet. Zum einen ist damit das Custom-Q Modul des WaveLight Allegretto Wave Excimer Laser 400Hz eye-Q gemeint. Zum anderen hat sich der Begriff als Bezeichnung einer allgemeinen Q-LASIK durchgesetzt. Die Q-LASIK erhält ihren Namen durch die Berücksichtigung der Asphärizität des Auges, den sogenannten Q-Wert. Die Custom-Q LASIK korrigiert also zusätzlich zur Fehlsichtigkeit die asphärischen Aberrationen des Auges. In vielen Untersuchungen konnte dies bereits gezeigt werden. Als Konsequenz setzt man die Custom-Q LASIK mittlerweile zur Korrektur von Sehschwächen bei Militärpiloten und Weltraumfahrern ein, was die Qualität der Methode bekräftigt.

Weiterführende Informationen zum Thema Custom-Q Augenlasern und das Wellenfront-optimierte Augen lasern findet man u.a. unter www.berlin-augenlaser.de/index.php/kontakttop/technik / Screenshot 28.11.2012

Weiterführende Informationen zum Thema Custom-Q LASIK und das Wellenfront-optimierte Augen lasern findet man u.a. unter www.berlin-augenlaser.de/index.php/kontakttop/technik / Screenshot 28.11.2012

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