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Astigmatismus lasern

am 22. Juli 2010

Der Astigmatismus ist eine Form der Fehlsichtigkeit, die mit einem Fokussierungsfehler im Auge einhergeht. Lichtpunkte werden hierbei als Linien wahrgenommen, da abnorme Hornhautverkrümmungen oder Fehlbildungen der Augenlinse die Lichtbrechung verfälschen. Astigmatismus kann mit Sehhilfen korrigiert werden, aber auch durch eine operative Behandlung weitestgehend beseitigt werden.

Den Astigmatismus lasern zu lassen ist eine der modernsten Methoden um Hornhautverkrümmungen über 3 dpt zu korrigieren. Der Patient sollte hierfür volljährig sein und das Auge ausgewachsen. Falls allergische Problematiken vorhanden sind, sollte der Eingriff möglichst in einer allergiefreien Phase vorgenommen werden.

Als Vorbereitung der Astigmatismus Laser-OP wird das Auge – ebenfalls per Laser – sorgfältig vermessen. Sämtliche Daten der Hornhaut, der Linse und des Augapfels werden hierbei erfasst, um den Eingriff so präzise wie möglich ausführen zu können. Die Operation zielt darauf ab, die übermäßige bzw. unregelmäßige Krümmung der Hornhaut auszugleichen. Um Astigmatismus zu lasern kann sowohl die LASIK als auch die PRK-Lasertechnologie zum Einsatz kommen. Bei beiden Verfahren wird das abnorme Krümmungsverhalten der Hornhaut beseitigt und die Hornhaut wird neu modelliert. Dabei kommt es darauf an, die räumlich verschiedenen Fokussierpunkte der verformten Hornhaut wieder auf einen einzigen Punkt auf der Netzhaut zu konzentrieren.

Bei der Operation setzt der Laser zunächst einen Schnitt, um eine Lamelle der Hornhaut einseitig vom Auge ablösen zu können. Das darunterliegende Gewebe kann anschließend mit einem Excimer Laser entsprechend der zu erreichenden Krümmung bearbeitet werden. Anschließend wird der Hornhautflap wieder zurückgeklappt, das Epithel verwächst dann innerhalb von ein bis zwei Tagen mit dem Flap. Dieser stellt allerdings die riskanteste Komponente für den Operationserfolg dar. Das vollständige Anwachsen des gelösten Hornhautflaps nach einer Astigmatismus Laser-OP kann mehrere Wochen bis Monate in Anspruch nehmen. Selbst einige Jahre nach der Operation können zum Beispiel heftige Stöße aufs Auge durch Sportunfälle oder Ähnliches noch Dislokationen der Hornhautlamelle verursachen.

Grundsätzlich scheint es aber ein erfolgversprechendes Unternehmen zu sein, den Astigmatismus zu lasern. Bei einem Großteil der Patienten betragen die Abweichungen nach einem Eingriff nur noch maximal 1 dpt.

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